Exklusive Führung durch das „Haus te Gesselen“ 

Exklusiv für NuK-Mitglieder:

im Jahre 1247 wurde die Wasserburg „Haus te Gesselen“ erstmals urkundlich erwähnt und hat seither eine wandlungsvolle Zeit erlebt. Brandschatzungen, Abrisse und Wiederaufbau formten das heutige Aussehen des Gebäudes, welches als das am besten im originalen Zustand erhaltene Herrschaftshaus am Niederrhein gilt. Genutzt wurde es von Adelsgeschlechtern und zwischenzeitlich sogar als landwirtschaftlicher Pachthof.   

Seit 1930 bedrohte der sinkende Pegel der Niers, in dessen Auen Haus te Gesselen erbaut wurde, die Standfestigkeit des Gebäudes, da die stützenden Pfähle im Grund begannen zu verrotten. Bis 1980 war die Standfestigkeit des Mauerwerkes gefährdet. Den umfangreichen Restaurierungsarbeiten der damaligen Besitzerfamilie Keuck ist der Erhalt zu verdanken.  

Heute befindet sich Haus te Gesselen im privaten Besitz eines unserer Mitglieder. Diesem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass wir als NuK-Mitglieder nun eine exklusive Führung durch die wechselvolle Geschichte des Hauses erhalten.    

Petra Cleven, die neue Eigentümerin, die sich dem Erhalt des Hauses verschrieben hat, wird für uns Ihre Türen öffnen und durchs Haus geleiten. An ihrer Seite wird auch die sachkundige Vorbesitzerin Frau Keuck mit von der Partie sein. Ein besseres Führungsduo kann es kaum geben.   

Die Führung findet statt am:   Freitag, dem 24. Mai 2024 um 15:00 Uhr   Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Eure verbindliche Anmeldung sendet ihr bitte zeitnah an: info@nuk-achterhoek.de

Die Teilnahme ist natürlich kostenfrei.

ACHTUNG: Haus te Gesselen ist NICHT barrierefrei zugängig. Der Zugang zu den oberen Stockwerken findet über teils enge Holztreppen statt.   

Weiterführende Informationen: Haus te Gesselen bei Wikipedia

Beitragsbild: Zeichnung des Malers Günther Lemmen aus dem Jahr 1982

Kleine Nachlese zu unserem Weihnachtsmarkt

Es braucht nicht viel, um eine gemütliche Weihnachtsatmosphäre zu zaubern: Ein paar Plätzchen, ein wenig Musik, eine vorgetragene Weihnachtsgeschichte und am liebsten jede Menge Besucher und deshalb auch jede Menge Glühwein. Mit dem Konzept in der Tasche konnten wir am Sonntag knapp 75 Besucher auf dem Dorfplatz begrüßen.

Weihnachtsmusik kam dabei nicht nur aus der Bluetoothbox: Als absoluter Hingucker und Hinhörer entpuppte sich Rita Verhülsdonk, die aus einem 80 Jahre alten Harmonium aus Indien Weihnachtslieder hervorzauberte. So richtig stimmungsvoll wurde es dann, als vier Mitglieder des Sonsbecker Posaunenchors zu den Blasinstrumenten griffen und die Besucher mitsangen. Unser Dank geht hier an Michel, Jeanette und Susanne Böhme sowie Fred Eickhoff.

Auch für einen kleinen Dank konnte der Abend genutzt werden. Margot Dassel und Peter Becker erfuhren eine kleine Ehrung für ihre zehnjährige Arbeit im Vorstand.

Zwei Stunden Auf- und Abbau, zwei Stunden Geselligkeit dazwischen; Dann schloss der kürzeste Weihnachtsmarkt vom Niederrhein auch schon wieder seine Pforten und viele zufriedene Besucher verließen den Dorfplatz und stiefelten mit selbst gebackenen Plätzchen bestückt wieder nach Hause.  

Die Idee erst gar kein Geld für den Glühwein zu nehmen, sondern ihn einfach zu verschenken, ist aufgegangen. Anstelle dessen wurde dankenswerterweise die Spendenkasse freiwillig befüllt.

Wir vom NuK finden das durchaus wiederholungswürdig.

Rückkehrer und Durchzügler

Seit gut zwei Jahren hallt ein neuer Vogelruf durch den Achterhoek. Aus den zwei Gärten auf dem Achterhoeker Schulweg in der Höhe zwischen Rammendonk und Vossumhof ertönt in erfreulicher Regelmäßigkeit der kehlige Ruf des Kolkrabens. Neben den ständigen hörbaren Bekundungen, gab es auch bereits eine Sichtung des Tieres seitens Rainer Verhülsdonk. Da die Art nun schon so lange und derart regelmäßig zu hören ist, kann man davon ausgehen, dass er sich hier bei uns angesiedelt hat. Willkommen zurück Corvus corax.

Hier geht es zum Artenportrait bei Wikipedia: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kolkrabe

Seinen Ruf könnt ihr euch hier anhören:

https://www.deutsche-vogelstimmen.de/kolkrabe/

Wer sich hingegen (vorerst) sicher nicht hier ansiedeln wird, ist ein zweiter ungewöhnlicher Kandidat, den wir im September am Ufer der Kervenheimer Mühlenfleuth entdeckt haben. Bei ihm dürfte es sich um einen Schwarzstorch (Foto oben) auf der Durchreise handeln, der die Nähe zu seinen Verwandten den Weißstörchen gesucht hat. Dennoch ein spannender Anblick, den wir euch nicht vorenthalten wollen. 

Kleinster Adventsmarkt am Niederrhein

Sonntag, 17.12.2023  // 17:00 – 19:00 Uhr

Ursprünglich stammt die Idee aus den Zeiten der Pandemie. Vor zwei Jahren war es recht schwierig sich gegenseitig zu besuchen. Dennoch wollten wir zum Advent etwas festliche Stimmung verbreiten und so kam es, dass man sich auf dem Dorfplatz traf; bei Glühwein, weihnachtlicher Musik und ein wenig Geselligkeit an den flackernden Feuerstellen. 

Weil es so stimmungsvoll und gemütlich gewesen ist, werden wir auch in diesem Jahr den vielleicht kleinsten und vermutlich kürzesten Adventsmarkt am Niederrhein anbieten. Der Glühwein ist bereits besorgt und die Plätzchen dafür werden wir bald backen. Wir treffen uns am 17.12. ab 17:00 Uhr für zwei Stunden auf dem Dorfplatz. Ihr habt Lust uns zu besuchen. Jeder ist willkommen.  Vielleicht möchte ja von euch noch jemand etwas dazu betragen. Ein Gedicht aufsagen, eine Weihnachtsgeschichte erzählen oder uns etwas Weihnachtliches auf seinem Instrument vorspielen. Meldet euch einfach kurz bei uns. Wir freuen uns über jeden, der sich zu uns gesellt. 

Vorstandsrochade beim NuK

Am Sonntag, den 29.10.23, fand in der Kelderhorstbrauerei im „Achterhoek Südwest“ die Jahreshauptversammlung des NuKs statt. Einige Posten im Vorstand waren vakant und wollten besetzt werden. Man kennt es aus vielen Vereinen: Die Vorschläge aus den Reihen der Mitglieder lauten erst einmal immer auf: Wiederwahl! Es folgt ein Nicken, die Hände heben sich zur Abstimmung, kurze Anerkennung durch Tischklopfen, nächster Posten; jahrein, jahraus.

Im Achterhoek sollte es dieses Mal aber anders sein. Nach 10 Jahren intensiver ehrenamtlicher Vorstandsarbeit im NuK wünschte sich Rainer Verhülsdonk, unser bisheriger Vorsitzender,  eine Auszeit. Gerade im verdienten Rentenalter angelangt, möchte er sich nun etwas Abstand gönnen, um sich die Träume zu erfüllen, die bisher immer zur Seite geschoben wurden; dem Verein zuliebe. Verhülsdonk ist Mitgründer und Namensgeber des Vereins und ein Jahrzehnt war er sich für nichts zu schade: Anpacken, mitmachen, Neues ausdenken und dann wieder anpacken und mitmachen. Unzählige Male den Freiluft-Backofen anheizen, turnusmäßig Müllsammeln und zwischendurch eine vogelkundliche Wanderung einwerfen. Unter seiner Führung entwickelte sich die Vereinswiese von einem matschigen Asylgehege für Zirkus-Dromedare zu einer kleinen aber feinen Kulturstätte mit Wildhecken und Obstbongert auf der der jährliche Mittelaltermarkt im Achterhoek stattfindet, der – man ahnt es – natürlich auch auf seinem Mist gewachsen ist. Sein Rückzug ins Private ist verdient und entsprechend war auch die Würdigung seiner Leistung für den Verein während der Versammlung.

Für den Posten des neuen Vorsitzenden wurde Matthias David, der ehemalige Geschäftsführer des Vereins nach zweijähriger Vereinsabstinenz ins Amt gewählt. Ihm zur Seite wurde von der Versammlung Bernd Richter, der bisher im Beirat saß, als Stellvertreter gewählt. Das Amt der Kassenwartin fiel Jutta Eickhoff zu, die den scheidenden Peter Becker ersetzt, der ebenso Mitglied der ersten Stunde war und in seiner Amtszeit keinen einzigen Cent Differenz in der Kasse duldete.

Als neue Beiräte dürfen wir Andreas Boltze und Marion Holbeck in der Runde begrüßen, die nun Margot Dassel und Bernd Richter in seiner ehemaligen Position ersetzen. Der einzig unbesetzte Posten, der nicht vergeben werden konnte, ist der des Schriftführers. Für den NuK ist es dennoch ein Novum, in Zeiten in denen das Ehrenamt vielerorts einem stiefväterlichen Dasein entgegen geht, alle wichtigen Posten neu besetzen zu können.

Beim abschließenden Punkt Verschiedenes und dem Blick in die Zukunft hat sich der neu zusammengesetzte Vorstand aber erst einmal dafür ausgesprochen eine konstituierende Sitzung abzuhalten, bevor der neue Fahrplan aufgestellt wird. Neue Besen kehren nicht immer besser, aber vielleicht in anderen Ecken. Wir dürfen gespannt sein.

Der neue Vorstand bedankt sich für das Vertrauen der Versammlung und wird nun mit gewohntem Tatendrang seine Fühler ausstrecken.