Die abrahamitischen Religionen

Die abrahamitischen Religionen: Christentum, Judentum und Islam

Abraham (Ibrahim): für die drei großen Weltreligionen eine Vaterfigur und ein bedeutsamer Ausgangspunkt.

Gott: Abrahamitische Religionen sind monotheistisch, erkennen nur einen einzigen Gott an.

Es ist ein personhafter Gott, der als jenseits der Welt gedacht wird.

Er hat den Kosmos erschaffen und kann in das Weltgeschehen eingreifen.

Er wird als allwissend, allmächtig und allgegenwärtig angesehen.

Er hat die Eigenschaften unfehlbare Gerechtigkeit, allumfassende Liebe und Güte.

Er wird traditionell mit Anreden für das männliche Geschlecht adressiert, wie zum Beispiel mit Herr.

Menschenbild

Die Menschen bestehen aus Leib und Seele

Tod und Sünde, die Sünde wird begründet durch menschliche Willensfreiheit

Das Individuum hat nur ein einziges Leben, das einen Anfang und ein Ende hat (keine Reinkarnation).  

Weltbild und Offenbarung

Die Welt wurde durch den einen und einzigen Gott erschaffen, sie endet mit dem Tag des Jüngsten Gerichts.

Gott hat sich durch meist männliche Propheten offenbart.

Daher gibt es Heilige Schriften, die Wort Gottes sind (oder zumindest enthalten). Die Schriften der drei Religionen sind teilweise auch in den jeweils anderen enthalten.

Historisches:

Judentum: die älteste der drei Religionsgemeinschaften, geht zurück auf den Stamm Juda im Reich Davids vor 3000 Jahren. Der Begriff beschreibt die Religion, die Traditionen und Lebensweise, die Philosophie und die Kulturen der Juden. 

Die jüdische Tradition sieht Abraham als den Begründer des Monotheismus, des Glaubens an einen einzigen, unsichtbaren Gott.

Christentum: Das Christentum ging vor 2000 Jahren in Israel im römischen Reich aus dem Judentum hervor – sie beten denselben Schöpfergott an

Von zentraler Bedeutung für das Christentum ist Jesus von Nazaret, ein jüdischer Wanderprediger, der etwa in den Jahren 28–30 n. Chr. auftrat und in Jerusalem hingerichtet wurde. 

Seine Jünger erkannten in ihm nach seiner Kreuzigung und Auferstehung den Sohn Gottes und den vom Judentum erwarteten Messias.

Für die christliche Lehre sind die Menschwerdung Gottes, der Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi zentral – die bedingungslose Liebe Gottes .

Zentral für das christliche Handeln ist die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen (Nächstenliebe).

Islam: die jüngste der drei Religionen, Der Islam wurde im frühen 7. Jahrhundert n. Chr. in Arabien durch den Mekkaner Mohammed gestiftet.

In den Augen Mohammeds waren das Judentum und das Christentum fehlerhafte Weiterentwicklungen der gemeinsamen Urreligion.

Die Geschichte dieser Religion hat nach dem Koran nicht erst mit Mohammed begonnen, sondern schon mit Abraham. Jesus gilt im Islam als Prophet, genau wie Moses und Noah.

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